Pfarrbrief des Pfarrverbandes Bad Birnbach

Altarweihe Langwinkl festgestellt. Doch es gelang, das Wallfahrtskirchlein zu retten. Heute steht es wieder schmuck auf jener Anhöhe, wo der stumm geborene Schmiedssohn aus Salzburg, Johann Grienwald, ein Marienbild fand und später die Sprache erlangte. Er gelobte, dort eine Kirche zu bauen. Um 1640, in der Zeit des 30-jährigen Krieges, entstand eine Holzkapelle, bald darauf die heutige Kirche. Der Graubündener Baumeister Bartolomeo Viscardi fertigte die Pläne. Die reichen Stuckaturen im Inneren modellierten um 1685 Paolo d’Allio und Giovanni Battista Carlone, die Fresken des Presbyteriums schuf der Passauer Maler Carl Adam. Das Deckengemälde der Himmelfahrt Mariens fertigte Antonius Perdold 1693 auf Leinwand. Am 19. Mai 1686 wurde das Kirchlein von Weihbischof Johannes Maximus eingeweiht. Jetzt kam Passaus Bischof Dr. Stefan Oster ins Rottal, um die Weihe des neuen Altars vorzunehmen. „Es ist schön, in solch ein Kleinod zu kommen“, sagte er und lobte das Engagement aller Beteiligten, besonders der Ehrenamtlichen vor Ort. Oster sprach von einer herausfordernden Zeit und einem großen Umbruch in der Kirche, er nannte auch die Skandale der letzten Jahre. „In die Mitte kommen“, zu Jesus zu finden, darum gehe es. Oster weihte zunächst das Wasser, nahm dann den Gläubigen „in der Freiheit jedes einzelnen, es zu tun“, erneut das Taufversprechen ab und segnete mit dem geweihten Wasser den Ambo.

RkJQdWJsaXNoZXIy MTkwNzQ=