14 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) Gesund vernetzt in Niederbayern gebers. Im Anschluss ging es in verschiedensten Beiträgen um das Thema Gesundheit. Annette Bleher zeigte als Vertreterin der BGF-Koordinierungsstelle Bayern auf, wie kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Hilfe der Krankenkassen-Gemeinschaft Zugang zu betrieblicher Gesundheitsförderung ermöglicht werden kann. Den gesetzlichen Rahmen steckt das Präventionsgesetz mit dem § 20b SGB V ab. Große Beachtung fand der Vortrag von Psychologin Laura Ammer. „Stress: Freund oder Feind“ lautete ihr Thema, wobei sie positive wie negative Seiten von Stress erläuterte. Wie aus der Pflicht der psychischen Gefährdungsbeurteilung ein Erfolgsfaktor werden kann, machte Präventions- und Gesundheitsmanager Robert Weindl deutlich. In einem von ihm geleiteten Workshop ging es um Widerstandskraft und mentale Stärke im Alltag. Mit einem praktischen Teil ging es nach der Pause weiter. Hier hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an Stressmessungen und Wirbelsäulenscreenings teilzunehmen. Den Abschluss bildete der Startschuss zur Vernetzung, den Projektleiter Viktor Gröll von der Kurverwaltung in Bad Birnbach gab. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich via Unternehmenssteckbrief dem BGF-Netzwerk Niederbayern anzuschließen. Auch interessierten Betrieben ist die Möglichkeit gegeben, Teil des Netzwerks zu werden und auf diese Weise Informationen, Einladungen zu Veranstaltungen und Zugang zu Kontakten zu erhalten. Wer Interesse am Netzwerk hat, kann sich an Nicole Eisenreich und Margit Maiereder über bgf@thermengemeinschaft.de wenden oder den Steckbrief unter https://badbirnbach.aidaform.com/ bgf-niederbayern-umfrage ausfüllen. Informationen zum Projekt gibt es unter www.bgf-niederbayern.de. Das Projektvorhaben „Regionales Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der Niederbayerischen Thermengemeinschaft“ geht im dritten Jahr in eine entscheidende Phase. Mitarbeitende der teilnehmenden Betriebe haben Kurortaufenthalte mit Präventionsschwerpunkten durchlaufen, sogenannte „Gesunde Auszeiten“ haben dafür gesorgt, dass man das Gelernte auch im Alltag nicht vergisst und schon in wenigen Wochen steht mit einem „Refresher“ noch einmal ein Kurzaufenthalt in den Kurorten an, um bei den Beschäftigten die Weichen für eine dauerhaft gesundheitsförderliche Lebensführung zu stellen. In den Betrieben wurden parallel dazu in Workshops betriebsspezifische Maßnahmen der BGF erarbeitet und umgesetzt. Nun geht es um ein weiteres Ziel des vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten Projekts, nämlich um die Initiierung einer Vernetzung von regionalen Betrieben, Kurorten und Thermen. Mit einem ersten „Gesundheits- und Vernetzungstag“ im Bad Birnbacher Artrium wurde der Startschuss dazu gegeben. Franz Altmannsperger, Geschäftsführer der Niederbayerischen Thermengemeinschaft e.V., in der alle niederbayerischen Kurorte mit den vom Bezirk Niederbayern geführten Thermen zusammengeschlossen sind, konnte rund 50 Teilnehmer aus den verschiedensten Betrieben, aber auch Vertreter von Krankenkassen sowie der BGF-Koordinierungsstelle Bayern begrüßen. Besonders freute er sich über die Anwesenheit von Dr. Sandra Kus und Lena Binder von der Ludwig-Maximilians-Universität. Die beiden begleiten das Projekt wissenschaftlich. Dr. Dieter Frisch und Carolin Stupp vom Institut für Evidenzbasierte Kurortmedizin und Gesundheitsförderung galt großer Dank für die Unterstützung seitens des Förder-
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