Bad Birnbacher Kulturspatz

55 Weitere Namen: Abendländischer Lebensbaum, Thuja. Wirkstoffe: Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe. Wirkung: Harntreibend, schweißtreibend, antirheumatisch, blutstillend, entzündungshemmend. Anwendung: Die Hauptanwendung von Thuja findet in der Homöopathie statt. Hier wird sie eingesetzt bei Warzen, Rheuma und Impfschäden. Pflanzenportrait Nr. 66 und Naturbeobachtung Marie-Luise Stettler Lebensbaum (Thuja occidentalis) Allgemeines: Der Lebensbaum wird als Heckenpflanze verwendet. Bei oraler Einnahme kann es zu Koma, erhöhtem Blutdruck, Lungenödem sowie zu Leberatrophie führen. Familie: Gehört zu den Zypressengewächsen wie der Wacholder. Botanik: Der immergrüne Baum kann Wuchshöhen von bis zu 20m erreichen. Er hat einen schlanken Wuchs. Seine Rinde ist rotbraun und zeigt Risse in Längsrichtung. Die Blätter sind mit Schuppen besetzt. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein apfelartiger Geruch. Die Blüte ist einhäusig, d.h. es kommen männliche und weibliche Blüten auf derselben Pflanze vor. Die Früchte sind kleine stehende Zapfen mit 4 bis 6 Schuppenpaaren. Winterstimmen – Vögel im Dezember Alles still? Beinahe! Das Rotkehlchen singt jedoch selbst bei Frost noch aus voller Kehle. In den kahlen Bäumen entdecken wir nun Wintergäste: bunte Stieglitze, hüpfende Erlenzeisige, gewichtige Kernbeißer und mit etwas Glück den Gimpel mit seiner leuchtend roten Brust. Auch Wacholderdrosseln und Buchfinken sind unterwegs, während der Buntspecht rhythmisch Fichtensamen klopft. Im Kurpark „klickt“ der Zaunkönig im Gebüsch, und auf der Rott lassen sich Gänsesäger beobachten – mit ihrem sägezahnartigen Schnabel perfekt zum Fischfang. Vielleicht lassen sich auch die Birnbacher Weißstörche wieder im Winter blicken? Laut Landesbund für Vogelschutz überwintern rund 300 Störche in Bayern. Jetzt fallen meist auch mehr Amseln (siehe Bild) auf. Manche bleiben ganzjährig, andere ziehen nach Süden. Die Amsel war einst ein scheuer Waldvogel – heute ist sie in Parks und Gärten heimisch. Sie ernährt sich von Beeren und Samen, übernachtet aufgeplustert im Gebüsch und hüpft am Boden auf Futtersuche. Im Volksglauben galt sie als Glücksbringer: Wo eine Amsel wohnt, schlägt kein Blitz ein. Farben im Winter Jetzt gilt es, genau hinzuschauen: Auch wenn viele Pflanzen ruhen, zeigen sich Farbtupfer: leuchtend rote Hagebutten, einzelne Gänseblümchen und die letzten Äpfel am Baum – wie natürlicher Weihnachtsschmuck. Die Männchen von Gimpel und Stieglitz bringen zusätzlich Rosenrot und Knallgelb ins Geäst. Wildtiere und Landschaft Schwäne und Entenarten wie Stockente, Reiherente und Krickente bilden Wintertrupps auf der Rott. Wer durch die ruhige Landschaft wandert, wird mit welligen Panoramen und märchenhaften Sonnenuntergängen belohnt. Das Winterlicht berührt – und die Vorfreude auf die Feiertage wächst. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und viel Freude bei Ihren Naturerkundungen im ländlichen Bad! Nadia Baumgart Ruhe, Frieden und bunte Tupfer

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