Bad Birnbacher Kulturspatz

53 Lokales Würdevoller Rahmen für die Ehrungen auf dem Sommerempfang Der Sommerempfang des CSU-Ortsverbandes war ein Novum – und eine Mischung aus gutem Unterhaltungsprogramm und politischen Statements. Die Terrasse des Churfürstenhofes war komplett gefüllt. Dafür sorgte auch der Redner: Ex-Staatsminister und Parteichef Erwin Huber. Den Auftakt machte das vom Publikum gefeierte Ensemble der Pramtaler Sommeroperette mit Harald Wurmsdobler, Charlotte Pistar (Sopran) und Lenka Hebr (Piano). Sie entführten die Gäste in die herrlich heile Welt der Operette. Man habe sich den Sommerempfang gewünscht, weil niemand wisse, welche Bedingungen im Herbst und Winter herrschen. Im Rückblick erinnerte er an das Starkbierfest im Arterhof, das 2020 noch stattfinden konnte und dankte »Kurspatz« Josef Moser. „Es wird 2023 wieder ein Starkbierfest geben“, versicherte er. Die Kommunalwahl 2020 wertete er als »Riesenerfolg«. Auch weiterhin will er „kommunale Themen besetzen, zuhören, aufnehmen und umsetzen“ und nannte Themen, um die es geht: ärztliche und badeärztliche Versorgung und das MVZ, der Gehweg zur Südeinfahrt, die Bewerbung für die Landesgartenschau und ausreichend Wohnraum inklusive Einheimischenmodell. Mit großer Freude sei sie seit zwei Jahren im Amt, sagte Bürgermeisterin Dagmar Feicht in ihrem Grußwort. Reserl Sem habe sie zur CSU gebracht, verriet Feicht. Und sie sei gerne dabei. Nicht dabei sein konnten MdL Martin Wagle und MdB Max Straubinger. Die beiden wurden durch Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl vertreten. Er sprach von bewegten Zeiten und den Herausforderungen, nicht zuletzt durch den Krieg in der Ukraine mit all seinen Folgen. Den engagierten Bericht des Ortsvorsitzenden Georg Schneider lobte Gastredner Erwin Huber. In einer Partei zu sein, setze ein Bekenntnis voraus. „Da gehört Schneid dazu“, meinte er und fügte an: „Es gibt keine Demokratie ohne Demokraten, die sie tragen.“ Die Landesgartenschau passe gut ins ländliche Bad, meinte der langjährige Staatsminister. Huber betonte das Engagement des Bezirks für die fünf niederbayerischen Thermalbäder und ging mit einem Parteikollegen hart ins Gericht. „Gauweiler führt jetzt europäisches Recht gegen den Bezirk und die Bäder an. Da kann man ihm nur wünschen, dass er scheitert“, meinte er mit Blick auf die Klage des Johannesbades gegen den Bezirk, das durch Gauweilers Kanzlei vertreten wird. Großes Lob zollte er Bad Birnbach für den autonomen Bus. „Technologisch ist man hier weit voraus“, sagte er. Der Sommerempfang war würdiger Rahmen zahlreicher Ehrungen. Mit Josef Bruckmeier, Josef Hasenberger, Hermann Müller, Josef Kantner und Siegfried Biermeier konnten gleich fünf Mitglieder für 50 Jahre Treue ausgezeichnet werden. Sage und schreibe 60 Jahre sind Ferdinand Gerner und Albert Ortanderl in der CSU. Sie gehörten zu den »jungen Wilden«, die mit dem verstorbenen Ehrenbürger Hans Putz an der Spitze seinerzeit den Aufbruch wagten. Ferdinand Gerner erinnerte daran ebenso wie Siegfried Biermeier – beide sind heute Ehrenvorsitzende der CSU und dürften sich sehr über die Ankündigung von Georg Schneider gefreut haben, dass die Junge Union wieder belebt werden soll. Laut Schneider werde man über seinen Herzenswunsch schon bald mehr darüber erzählen können. -vg v. l. Ortsvorsitzender Georg Schneider, Josef Bruckmeier, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Bürgermeisterin Dagmar Feicht, Albert Ortanderl, Erwin Huber, die Ehrenvorsitzenden Siegfried Biermeier und Ferdinand Gerner, Josef Hasenberger, Ehrenkreisvorsitzende Reserl Sem, 3. Bürgermeister Bernhard Baumgartner, Hermann Müller, Josef Kantner. Foto: Gröll.

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