Diäten 5 Gesundheit im ländlichen Bad Literaturtipp: „Die häufigsten orthopädischen Krankheitsbilder“exklusiv zu beziehen über die Buchhandlung Hölzl in Bad Birnbach für 9,90 €. Der Begriff FDH klingt geradezu nostalgisch, vergleicht man die heutigen Empfehlungen zur Gewichtsabnahme mit dem seinerzeitigen Rat, nur die Hälfte zu fressen. Überhaupt, so wirft sich die Frage auf, warum quälen sich 10 % der Menschen, sich lästiger Pfunde zu entledigen, während die übrigen 90 % der Menschen verzweifelt versuchen, nicht zu verhungern, was leider nicht allen gelingt. Geradezu grotesk, nein, vielmehr makaber erscheinen Fernsehberichte aus der nördlichen Sahelzone und den von der Boko-Haram infiltrierten Gebieten in Somalia, wo tausende Kinder täglich aus Nahrungsmangel verhungern, und in der Werbepause solcher erschütternder Berichte werden zwei normalgewichtige Damen gezeigt, von denen die eine der anderen zuraunt, dass sie schon wieder zugenommen habe. Der Rat der angesprochenen Schönheit, doch das Medikament XY zu versuchen, welches garantiert, dass trotz Genuss ausreichender Nahrung die zugeführten Kalorien bereits nach dem Einnehmen im Magen-Darmtrakt eliminiert werden. Und direkt nach diesem Werbespot findet der Bericht aus der Somaliaregion eine Fortsetzung. Gewiss, gewichtige Persönlichkeiten genießen schon ob ihrer Masse an Bedeutung, was man bei einigen Politikern nicht verkennen kann. Bei extremen Fällen kann sich der eine oder andere mit einer operativen Magenverkleinerung helfen lassen, politische Einladungen zu Festbanketten werden allerdings dann zu kritischen Belastungsproben des verkleinerten Magens. Ein Blick auf unsere Mitmenschen bei einem Bummel durch unsere Städte lässt Zweifel daran aufkommen, ob wir uns gesund ernähren, obwohl die Angebote in den Geschäften noch nie so vielseitig und „gesund“ dargeboten wurden, wie dies heutzutage der Fall ist. Es ist kein Geheimnis, sondern eine einfach nachvollziehbare mathematische Erkenntnis: Beim Mastschwein und auch beim Menschen erreicht man eine Gewichtszunahme, wenn diese mehr Kalorien zuführen, als verbrannt werden. Die alten und immer wieder vorgebrachten Erklärungen vieler Adipöser lauten: Erstens, es liegt in der Familie, zweitens es sind die schweren Knochen oder drittens es liegt an den Drüsen. Alle drei Entschuldigungen lassen sich trefflich ad absurdum führen: Liegt es am Familiären, so wird man leicht beweisen können, dass sich die gesamte zitierte Sippschaft grundsätzlich falsch ernährt und es folglich an der Ernährungsweise liegt. Im zweiten Fall muss man klarstellen, dass die Knochen das leichteste Gebilde im menschlichen Körper darstellen, die Leber dagegen ist das schwerste Organ. Und dann die Ausrede mit den Drüsen. Richtig ist, dass die Drüsen die größte Schuld zur Gewichtszunahme haben, allerdings sind es ausschließlich die Speicheldrüsen. Bewegen hilft allemal bei dem Wunsch nach Gewichtsabnahme: Runter von der Couch und hin zum Kühlschrank ist eine falsch verstandene Bewegungsempfehlung. Es reicht völlig, den Kopf zu drehen, statt zu nicken, wenn es um die Frage der Nahrungszufuhr geht. Wer dies verstanden hat, kann jetzt nicken. Dr. Thomas Laser
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