Bad Birnbacher Kulturspatz

21 Weitere Namen: Katzenbusch, Korbweide, Silberweide, Weißweide. Wirkung: Fiebersenkend, schmerzstillend, entzündungshemmend, schweißtreibend, erweichend, harntreibend. Anwendung: Verwendet wird bei der Weide die Rinde, entweder als Tee gekocht oder als Tinktur. Die fiebersenkende Wirkung ist die bekannteste. Die in der Weidenrinde enthaltene Salicylsäure ist schmerzstillend und fiebersenkend. Der Vorteil der Weidenrinde gegenüber handelsüblichen Produkten ist, dass die Magenschleimhaut nicht angegriffen wird. Der Gehalt an Salicylsäure in der Weidenrinde übertrifft den im Mädesüß. Weidenrindentee ist hilfreich zur Ausscheidung von überschüssiger Harnsäure bei Gicht, Arthritis und Rheuma. Äußerlich findet die Weide Anwendung in Form von Fußbädern gegen Fußschweiß, als Badezusatz bei Schuppenflechte und als Spülung bei Kopfschuppen. Allgemeines: Es gibt 300 verschiedene Weidenarten. Der Name Salix kommt aus dem Lateinischen salire und bedeutet springen, was sich auf das schnelle Wachstum bezieht. Die Weiden wachsen vorzugsweise in feuchten Gebieten. Im Volksglauben war die Silberweide der Baum der Hexen und stand im Ruf, Unfruchtbarkeit zu bewirken. Die Weiden galten als Mittel gegen Eifersucht, aus diesem Grund trugen früher junge Männer oft einen Weidenzweig an ihrem Hut. Die Weide ist Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit, gewidmet. Die Druiden feierten das Fest der Wiedergeburt der Natur, die Frühjahrs Tag- und Nachtgleiche, mit Weidenzweigen, die sie in die Erde steckten, um die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten. Obwohl meist die Korbweide zum Flechten von Körben verwendet wird, kann man auch die Zweige der SilberPflanzenportrait Nr. 69 Marie-Luise Stettler Weide (Salix alba) weide, die ähnlich biegsam sind, zu Körben verarbeiten. Die Silberweiden werden oft bis zum Stamm zurückgeschnitten, so dass sie im Folgejahr frische Triebe oberhalb des Stammes bilden. Weiden mit dieser Form werden als Kopfweiden bezeichnet. Früher wurden ihre Ruten zum Flechten verwendet. Wünschelrutengänger verwenden gerne, neben den Haselruten, Weidenzweige zum Muten. Wirkstoffe: Salicin, Salicylsäure, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide. Botanik: Gehört zu den Weidengewächsen wie die Pappel. Die Silberweide ist eine schnellwüchsige Pflanze und kann sehr hoch werden. Wo sie ungehindert wachsen kann, bildet sie bis zu 20m hohe Bäume. Die Blätter haben kurze Stiele, sind länglich, spitz zulaufend und besitzen fein gesägte Ränder. Auf der Oberseite sind sie grün und die Unterseite ist weißlich und mit einem seidigen Pelz besetzt. Die Zweige sind sehr biegsam und lassen sich sehr schlecht abbrechen. Die Weide ist zweihäusig, das heißt, weibliche und männliche Blüten kommen auf unterschiedlichen Pflanzen vor. Die weiblichen Blüten sind 5-6cm lang und dünn, die männlichen Blüten stehen aufrecht, sind 4-7cm lang, ca. 1cm dick und gelb gefärbt durch die Pollen. Bei den Früchten handelt es sich um 4mm kleine Kapseln mit vielen Samen, die von einem Haarkranz umgeben sind. Die Samen sind nur sehr kurz keimfähig. Die Früchte ähneln kleinen Wattebäuschchen und sind in der Lage, sehr weit zu fliegen. Die Weide ist ein Flachwurzler.

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